Vertretergespräche in entspannter Atmosphäre
Um den Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern zu stärken, führte der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz eG im Februar 2025 erstmals die neuen Vertretergespräche durch. In entspannter Atmosphäre wurden wichtige Zukunftsthemen thematisiert, darunter die Fernwärmeumstellung und die damit einhergehende Anpassung der Mieten. Die Resonanz zeigt, dass der direkte Austausch viele wertvolle Hintergrundinformationen vermittelt und so wird das Dialogformat auch im kommenden Jahr fortgesetzt.
Die Vertretergespräche fanden an drei Terminen statt – jeweils eine Veranstaltung in den Mietertreffs Kleefeld, Buchholz und Misburg. Insgesamt 40 Vertreterinnen und Vertreter nutzten die Gelegenheit, um mit dem Vorstandsvorsitzenden Michael Roweda und Vorstandsmitglied Stefan Meisel das Gespräch zu suchen.
„Der direkte Dialog mit unseren Vertreterinnen und Vertretern ist für uns von unschätzbarem Wert – eine tolle Gelegenheit, einander besser kennenzulernen! Schließlich möchten wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Zukunft der Kleefeld-Buchholz gestalten. Das ist der Kern des genossenschaftlichen Gedankens.“
– Michael Roweda, Vorstandvorsitzender
Persönlicher Austausch im Vordergrund
Die Idee hinter dem neuen Format ist einfach: Im Rahmen der jährlichen Vertreterversammlung bleibt durch die formellen Tagesordnungspunkte oft wenig Zeit für tiefergehende Gespräche, „doch mit den Vertretergesprächen schaffen wir den passenden Rahmen dafür", erklärt Vorstandsmitglied Stefan Meisel. „Nach der persönlichen Begrüßung verteilten wir Namensschilder, was den Austausch untereinander erleichterte. Natürlich gab es auch eine kleine Präsentation, dabei haben wir aber immer wieder Raum für Zwischenfragen und Anmerkungen gelassen. So hat sich ein echter Dialog entwickelt und die Gespräche haben gezeigt, dass eine transparente Kommunikation Vertrauen schafft und Akzeptanz fördert.“
Fernwärme – Mietanpassungen mit Augenmaß
Ein zentrales Thema war die Fernwärmeumstellung – eine Modernisierungsmaßnahme, die eine Mieterhöhung für die betroffenen Haushalte nach sich zieht. Darüber hinaus wird eine Mietererhöhung für den gesamten Bestand vorgenommen, wobei sich die Genossenschaft am Mietspiegel der Landeshauptstadt Hannover orientiert und die finanzielle Mehrbelastung in einem vertretbaren Rahmen bleibt. „Wir haben die Notwendigkeit der Maßnahmen erläutert und stießen auf breite Akzeptanz", berichtet Stefan Meisel. „Allein die Umstellung auf Fernwärme kostet in 2025 rund 1,5 Millionen Euro und in den Folgejahren zwischen 3,5 und 4,7 Millionen Euro jährlich. Die Anpassung der Mieten ist erforderlich , um diese Herausforderung zu stemmen." Die geplante Erhöhung liege deutlich unter dem, was gesetzlich möglich wäre, führt das Vorstandmitglied weiter aus: „Statt um maximal 15 Prozent zu erhöhen, wird die Miete je nach Mietvertrag nur um 10 Prozent steigen, teils sogar nur um bis zu 7,5 Prozent, was die finanzielle Belastung für unsere Mitglieder in einem vertretbaren Rahmen hält.“
Gut zu wissen: Beim Thema Wohngeld steht das Team der Kleefeld-Buchholz beratend zur Seite. „Vielen Mieterinnen und Mietern steht staatliche Unterstützung zu, ohne dass sie es wissen", betont Stefan Meisel. „Wir vermitteln die richtigen Anlaufstellen, wodurch die Hemmschwelle sinkt. Das Allerwichtigste ist schließlich die Wohnung – das eigene Zuhause! Und wer sich richtig informiert, hat schnell eine Sorge weniger."
Fernwärme für Hannover: Gemeinsam zur Klimaneutralität
Fernwärme für Hannover: Gemeinsam zur Klimaneutralität
Die energetische Modernisierung zählt zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Seit Anfang 2023 ist die Fernwärmesatzung für Hannover in Kraft und enercity hat mit dem beschleunigten Ausbau des Fernwärmenetzes begonnen. Die Stadt Hannover möchte bis 2035 klimaneutral zu sein und die Kleefeld-Buchholz verfolgt einen konkreten Plan, um den neuen Anforderungen zu entsprechen: Jährlich sollen etwa 150 Wohneinheiten auf Fernwärme umgestellt werden! Die Investitionen sind erheblich und die Wohnungsgenossenschaft achtet auf die Balance zwischen wirtschaftlichen Aspekten und ökologischen Notwendigkeiten.

Serviceangebote in den Blick genommen
Großes Interesse zeigten die Vertreterinnen und Vertreter auch am umfangreichen Serviceangebot der Kleefeld-Buchholz. Besonders die Elektromobilität mit Ladesäulen im Bestand und die Mieterstromprojekte stießen auf positive Resonanz. „Nicht jeder wusste, was wir alles anbieten – es gab also einige Aha-Erlebnisse", schildert Stefan Meisel.
Vorgestellt wurden unter anderem die im Jahr 2024 erfolgreich umgesetzten Photovoltaik-Anlagen für den Ausbau des Mieterstrom-Angebots in der Lathusenstraße, in der Widemannstraße und in der Günter-Porsiel-Straße. Zusammengerechnet versorgen dort 661 Solarmodule insgesamt 181 Haushalte mit Strom vom eigenen Dach. Eine Leistung von 291.000 Kilowattstunden pro Jahr – genug Energie, um 58 Millionen Smartphone-Ladungen durchführen oder 20 Millionen Tassen Kaffee zu kochen!
„Auch die Serviceangebote der Genossenschaft kamen zur Sprache – von den Mietertreffs über die Gästewohnungen bis hin zum
E-Lastenfahrrad. Die Vertreterinnen und Vertreter zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und wir möchten die Vorteile in Zukunft noch intensiver kommunizieren.“
– Stefan Meisel, Mitglied des Vorstands
Drei Fragen an Jan Eckert

Vertreter Jan Eckert berichtet von seinen Eindrücken, die er im Rahmen des neuen Dialogformats gesammelt hat. Er wurde 2021 in das Vertreteramt gewählt. Sich für die Interessen von Mitgliedern und Mietern stark zu machen, liegt ihm besonders am Herzen.
Wie haben Sie den Austausch während der Vertretergespräche erlebt?
Jan Eckert: Bisher kannte ich ja nur die Vertreterversammlungen. Im Gegensatz dazu ist das Vertretergespräch eine kleine persönliche Veranstaltung, die den direkten Dialog miteinander möglich macht. Es hat ein offener Austausch zwischen Vertretern und Vorstand stattgefunden. Teils auch kontrovers, aber immer konstruktiv und orientiert an den Sachthemen.
Wie bewerten Sie die Transparenz des Vorstands bezüglich der Mieterhöhungen, der finanziellen Kennzahlen und der geplanten Investitionen?
Jan Eckert: Die visuellen Darstellungen mit den ausführlichen Erläuterungen waren klar und nachvollziehbar. Mein Verständnis für die strategische Ausrichtung der Genossenschaft hat sich dadurch verbessert. Zugegeben: Mieterhöhungen freuen keinen Mieter. Aber die Vorstände machten deutlich, dass die Anhebung unumgänglich ist.
Würden Sie sich wünschen, dass die Vertretergespräche regelmäßig stattfinden?
Jan Eckert: Unbedingt! Ich empfinde die Vertretergespräche als gutes Format und erwarte in Zukunft auch eine höhere Beteiligung der Vertreter. Mir ist der direkte Dialog sehr wichtig, sowohl mit dem Vorstand als auch mit den anderen Vertretern. Dafür sind die Gespräche aus meiner Sicht optimal.
Führungsverständnis und Zukunftsaussichten
Die Gespräche gaben auch Einblicke in das gemeinsame Führungsverständnis des neuen Vorstandsteams. Michael Roweda und Stefan Meisel betonten die Bedeutung von Verlässlichkeit und Kontinuität – sowohl gegenüber Mieterinnen und Mietern als auch gegenüber den Geschäftspartnern und dem Team der Genossenschaft.
Die Weiterentwicklung der Kleefeld-Buchholz soll evolutionär erfolgen: „Wir möchten Gutes bewahren und gezielt mit neuen Ideen kombinieren“, sagt Stefan Meisel, „den Mehrwert für unsere Genossenschaft stellen wir dabei in den Mittelpunkt." Besonders wichtig sei die Kombination aus langjähriger Erfahrung und dem frischen Blick von außen. „Als neuer Vorstandsvorsitzender stellt Michael Roweda die richtigen Fragen – das ist sehr wertvoll."
Das positive Feedback bestärkt den Vorstand darin, die Vertretergespräche künftig regelmäßig anzubieten. „Das Format hat schnell Früchte getragen und die nächsten Termine werden im Februar 2026 stattfinden“, freut sich Michael Roweda. „Wir schaffen damit mehr Transparenz und stärken das Gemeinschaftsgefühl – ganz im Sinne der Genossenschaftsidee."
Die erfolgreichen Vertretergespräche haben gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch für die Weiterentwicklung unserer Genossenschaft ist. Bei Fragen zur Mieterhöhung oder zu unseren Serviceangeboten steht Ihnen unser Verwaltungsteam gerne persönlich zur Verfügung. Alle Kontakte finden Sie HIER. ·